Student Story /// Milos Opacic & sein Patient Robert

Patient Robert with BSc/Cat.I graduate Milos and students testing the new orthoses during the Human Study clinical seminar

Patient Robert with BSc/Cat.I graduate Milos and students testing the new orthoses during the Human Study clinical seminar

Milos Opacic, BSc./Cat.I P & O, hat das Human Study ISPO Cat.II Programm im Jahr 2012 abgeschlossen. Im Februar 2017 hat er nun erfolgreich mit der ersten Gruppe von Studenten graduiert, die am Human Study Cat.II to Cat.I Upgrade Programm teilgenommen haben.

Aus Kroatien

Durch die regelmäßigen klinischen Workshops und Seminare haben unsere Studenten die Möglichkeit, ihre Kommilitonen sowohl aus der Region, aber auch aus weit entfernten Ländern, zu treffen.

Hier haben unsere Studenten die Möglichkeit, zeitgenössische Methoden der Patientenbehandlung zu erlernen und anzuwenden und ihre “gelernte Lektion” täglich in ihre Patientenbetreuung einzubringen.
Entlang ihrer Ausbildung werden sie beim Umgang mit den schwierigsten Fällen der Patientenbehandlung unterstützt. Patienten, die in der Vergangenheit mit komplexen Problemen konfrontiert und die manchmal nicht richtig behandelt wurden, erhalten schließlich eine entsprechende Behandlung, die es ihnen ermöglicht, an täglichen Aktivitäten teilzunehmen und die ihre Lebensqualität verbessern.

Einer dieser Erfahrungen ist die Geschichte von Robert (43) aus Kroatien und seinem P & O Techniker, Milos Opacic aus Rijeka in Kroatien, einem Human Study BSc./Cat.I Absolventen.

Hier beschreibt Milos Opacic seine Erfahrungen mit Robert:

Als Robert zum ersten Mal zu mir kam, war er ein 39-jähriger Mann, der seinen Körper nicht durch eine offene Tür bewegen konnte…. – er konnte nicht mehr als 20 Meter laufen ohne dabei Schmerzen zu verspüren.
Bis in seinen frühen Teenagerjahren war Robert genau wie die anderen Jungen in seinem Alter, er konnte laufen, rennen und springen, aber dann verschlechterte sich sein Zustand. Die ersten Anzeichen einer Muskelschwächung in seinen Armen folgten bald darauf in Robert’s späten Teenagerjahren.
“Während der ersten fünf Jahre der Behandlung machte ich Modifikationen an Robert’s Orthesen und Schuhen nach meinen besten Kenntnissen und Fähigkeiten. Robert konnte seine Füße nicht ausstrecken, hatte keinen Stützgrund für seinen Körper. Sein gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich… und ich entschied mich dann für die Einschreibung in das Human Study e.V. Bildungsprogramm.”

Die klinischen Seminare fanden in Zagreb, Kroatien statt. “Als ich Robert von dieser Gelegenheit erzählte, hat es mich nicht überrascht, dass er zögerte. Irgendwie habe ich es jedoch geschafft, ihn zu überzeugen und mich nach Zagreb zu begleiten. Mit Hilfe eines international renommierten Dozenten habe ich während der Workshops gelernt, wie man Robert helfen kann…. und jetzt ist er nicht nur in der Lage einen Vollzeitjob, eine Familie und ein normales Leben zu haben, sondern kann ohne Probleme stundenlang stehen und laufen und die Freuden des Lebens genießen die er glaubte verloren zu haben.
Im Laufe der Jahre sind Milos und Robert enge Freunde geworden. “Ich bin dankbar, dass er mir die Gelegenheit gegeben hat, ihm persönlich zu helfen, aber auch meine professionellen Fähigkeiten und Kenntnisse zu verbessern. Denn ich habe viel gelernt, nicht nur über P & O, sondern auch über die Schönheit des Lebens“.

Robert hat seine emotionalen Erfahrungen, die er „Wogen“ nennt, als Poem geschrieben:

“Eine Konversation, die die Welt, oder Welten, verändert hat. Ein Ausruf der Verzweiflung veränderte alles. “Robert, komm. Lass es uns versuchen. Wir haben nichts zu verlieren. Wir sollten uns wenigstens die Mühe machen “, sagte die Stimme am anderen Ende der Telefonleitung.

Mein Name ist Robert. Ich bin 46 Jahre alt. Die Stimme am anderen Ende der Telefonleitung war die von Milos Opacic, meinem P & O Techniker. “Wenn das nicht besser für dich ist, werden wir es auf den die alte Weise machen”, sagte Milos Opacic. So überzeugte er mich.
Das Reisen war oft anstrengend. Ich musste die Energie aufbringen, um nach Zagreb zu reisen.

Als ich ein Kind war, wurde ich mit Charcot-Marie-Tooth-Krankheit (CMT) diagnostiziert und bis zum Alter von 16 Jahren hatte ich ohne die Hilfe einer orthopädischen Hilfe gelebt. Damals stieß ich auf die Knöchel-Fuß-Orthese (AFO), die ich seitdem verwendet habe.

Dann traf ich Milos, der nicht nur Vertrauen in mir schaffte, sondern auch die einzige Person war, die in der Lage war, meine Probleme im Umgang mit dem Mangel an Verständnis von meinem Arbeitgeber, meiner Familie und meinem Hausarzt zu verstehen. Ganz zu schweigen von den Problemen, die ich mit der Suche nach einer Freundin hatte. Ich habe sogar aufgehört, über Mädchen nachzudenken. ‘G’-förmig gebogen, aussehend wie ein Bündel Seil, mit Schmerzen in meinen Füßen, Knöchel, Knie, bis zu meinem Kopf, mit Krämpfen in meinen Muskeln, anstrengend, unfähig mein Bein zu strecken, unbeschreibliche psychologische Probleme, riesige Blasen auf meinem atrophierten Bein. Um die Geschichte kurz zu machen, fast fünf Jahre nachdem ich ihn kennengelernt habe, ist Milos Opacic oder Mihajlo, wie ich ihn gerne nennen möchte, nicht nur mein Orthopädie Techniker, sondern auch mein Freund.

Meine Botschaft an alle ist: Versuche es, du hast nichts zu verlieren. Heute gehe ich in der Form des Buchstaben “I”, dank der Orthesen, die ich durch das Programm von Human Study bekommen habe. Heute habe ich keine Probleme mit Krämpfen, keine Schmerzen in meinen Knochen, keine Rückenschmerzen, keine Atembeschwerden. Ich muss nicht mehr oft von meinem Job abwesend sein, so wie früher. Heute gehe ich 5 Kilometer in 20-30 Minuten, während ich früher buchstäblich nicht einmal zur Toilette gehen konnte.

Vor dieser Behandlung war ich fast ausschließlich auf mein Bett beschränkt. Mein Zimmer war meine Welt. Heute arbeite ich als Angestellter und ich habe mehrere Hobbies. Ich fühle mich so stark, dass ich sogar daran denke, mich selbständig zu machen. Ich verändere die Welt zum Besseren.

Ich bin sehr dankbar für alle, die am HUMAN STUDY Projekt beteiligt sind, an dem ich als Patientenmodell teilgenommen habe. Insbesondere fühle ich mich tief verpflichtet gegenüber Mihajlo (Milos Opacic) für seine psychologische Unterstützung, Christian Schlierf für seine Hilfe mit dem Schwimmbad, Bill Neumann für unsere Gespräche, und alle Anderen, die ich nicht nennen kann, denen ich aber auch verpflichtet bin. Ich möchte mich bei HUMAN STUDY dafür bedanken, dass sie dies alles ermöglichten, der Stadt München für ihre Gastfreundschaft, die immer in meinem Gedächtnis bleiben wird. Mein Motto heute ist: Versuche es, komm in die Gänge, gebe dir Mühe! Gib nicht auf und du wirst sehen, dass du es schaffen kannst! Diese Geschichte könnte auch als Auszug aus meiner unveröffentlichten persönlichen Geschichte gelesen werden, die man „Wogen vom besten Patienten“ nennen könnte.

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