Human Study e.V. ist eine humanitäre Organisation (NRO) mit einem globalen Bildungsauftrag im Bereich der Rehabilitationswissenschaften.
Wir bilden Orthopädietechniker:innen aus. Dabei handelt es sich um Rehabilitationsfachkräfte, die Prothesen und Orthesen anfertigen und anpassen.
Durch unsere Arbeit erhalten Menschen, die durch Krieg, Armut oder Krankheit eine Behinderung erlitten haben, die Chance, wieder zu laufen, wieder zu arbeiten, zur Schule zu gehen, zu spielen, soziale Kontakte zu pflegen – kurz: wieder am Leben teilzuhaben.
Wir gehen neue Wege.
Anders als bei den meisten Schulen kommen unsere Studierenden nicht zu uns – weil sie es oft gar nicht können. Deshalb bringen wir die Ausbildung zu ihnen – dorthin, wo der Bedarf am Größten ist.
Wir haben ein einzigartiges, berufsbegleitendes Blended-Learning-Programm entwickelt, speziell für Länder mit dringendem Bedarf, begrenzten Ressourcen und unzureichenden Infrastruktur.
Wir bilden dort aus, wo die Not am größten ist. In Kriegsgebieten, wo die Menschen durch Landminen, Bomben und anderer Gewalteinwirkung ihre Gliedmaßen verlieren.
In Regionen, die sich von Naturkatastrophen oder menschengemachten Krisen erholen.
Und in einkommensschwachen Ländern, in denen fehlende medizinische Versorgung Menschen mit Behinderungen besonders verletzlich macht – und sie oft in einem Kreislauf aus Krankheit und Armut gefangen hält.
Wo immer Hilfe gebraucht wird, ist Human Study zur Stelle.
Wir bilden Orthopädietechniker:innen aus und qualifizieren Fachlehrer:innen – nach international anerkannten Standards.
So schaffen wir die Grundlage für nachhaltige, lokal verankerte Rehabilitationsdienste. Wir ermöglichen Menschen mit Behinderungen Mobilität– damit sie ein gesundes, aktives und selbstbestimmtes Leben führen können.

Weltweit benötigen mehr als 40 Millionen Menschen mit Behinderungen orthopädietechnische Versorgung. 30 Millionen dieser Menschen – darunter 10 Millionen Kinder – leben in Ländern, die von Konflikten und Armut geprägt sind.
Zu den Nutzern orthopädietechnischer Leistungen zählen Amputierte, die durch Konflikte, Unfälle, Katastrophen oder Krankheiten Gliedmaßen verloren haben, Menschen mit angeborenen Fehlbildungen, sowie Personen, die aufgrund von Verletzungen, Alterungsprozessen oder Erkrankungen wie Skoliose, Polio und Zerebralparese Unterstützung benötigen.
Diese Zahlen steigen ständig an – bedingt durch unsere alternde Bevölkerung, die Verbreitung von Krankheiten wie Diabetes und die zunehmende Anzahl von Konflikten weltweit.
Die Ukraine zum Beispiel ist heute das am stärksten von Landminen verseuchte Land der Erde.
Aktuell hat im globalen Süden nur etwa jede zehnte Person mit Behinderung Zugang zu den orthopädietechnischen Leistungen, die sie benötigt.
In den einkommensschwachen und konfliktbetroffenen Ländern, in denen wir tätig sind, gibt es zahlreiche Hindernisse, die den Zugang zu Rehabilitationsdiensten erschweren – dazu zählen der Mangel an qualifizierten Fachkräften, fehlende Einrichtungen und ein geringes Bewusstsein für die Bedürfnisse der Betroffenen.
Das Ergebnis: Menschen mit Behinderungen sind oft isoliert, stigmatisiert und abhängig. Sie haben keinen Zugang zu ihren grundlegenden Rechten auf Bildung, Arbeit und Gesundheitsversorgung.
Oft können sie nicht am Familien- und Gemeinschaftsleben teilnehmen und sind in einem Teufelskreis aus Armut gefangen.
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